Kategorienarchiv: KCV Bernkastel-Wittlich

Nachrichten aus dem KCV Bernkastel-Wittlich

KCV Bernkastel-Wittlich im März 2019

Sängerinnen sind Bundessiegerinnen

Quelle: Marcus Heintel

Erneut ein herausragender Erfolg für die Gesangklasse des Kreis-Chorverbandes an der Musikschule des Landkreises Bernkastel-Wittlich: Die 17-jährige Schülerin Emily Valerius aus Plein und Marielle Junk, 12 Jahre, aus Lieser erreichten mit ausgezeichneten Leistungen in der Kategorie Gesang/Pop einen ersten und zweiten Platz beim Bundeswettbewerb Jugend musiziert in Halle/Saale. Beide Preisträgerinnen singen in der Gesangklasse von Thomas Siessegger. Emily Valerius hatte sich bereits 2016 einen ersten Platz ersungen. Sie überzeugte Jury und Publikum. Mit 25 von 25 möglichen Punkten erhielt sie erneut einen ersten Preis – gegen 59 Konkurrenten. Die Konkurrenz war sowohl national und kam auch international von deutschen Schulen. Unter anderem aus Moskau, Barcelona, Dublin und Prag. Das musikalische Multitalent – Valerius spielt Violine, Gitarre, Bass und Klavier – interpretierte fünf Titel, darunter eine Eigenkomposition, französisch- und englischsprachige Songs, selbst begleitet mit Gitarre, mit Gitarrenbegleitung sowie mit Play-along und a cappella. Mit einem zweiten Preis und 23 Punkten überraschte Marielle Junk nicht nur ihren Lehrer Thomas Siessegger sondern auch Musikschulleiter Frank Wilhelmi. Denn 25 Mitbewerber und das äußerst hohe Niveau des Bundeswettbewerbs waren eine große Herausforderung. Die junge Sängerin hatte zudem auch noch mit einer Erkältung zu kämpfen. Sie interpretierte aber sehr nervenstark und überzeugend drei im Stil unterschiedliche Musiktitel mit Gitarrenbegleitung, Play-along sowie a cappella. Marielle hatte ihren Vortrag vom Regional- und Landeswettbewerb bis zum Bundeswettbewerb kontinuierlich weiterentwickelt. Landrat Gregor Eibes, der Leiter der Musikschule, Frank Wilhelmi, und der Vorsitzende des Kreis-Chorverbandes, Marcus Heintel, gratulieren den Sängerinnen, den Begleitern und Gesangslehrer Thomas Siessegger herzlich zu diesem Erfolg auf Bundesebene und danken auch den Eltern für die Unterstützung.

Wortwahl, Kreatives Schreiben und Boilerplates

Mit den aktuellen Herausforderungen bei der Pressearbeit beschäftigten sich die Teilnehmenden des Seminars, zu dem der Kreis-Chorverband Bernkastel-Wittlich eingeladen hatte. Unter der Leitung von Dieter Meyer, Referent für Öffentlichkeitsarbeit und Medien des Chorverbandes Rheinland-Pfalz, stiegen die Anwesenden tief in die Materie ein. Dabei wies Meyer auch darauf hin, dass eine gut gemachte Meldung den Redaktionen viel Arbeit abnehmen kann und im Regelfall auch eins zu eins übernommen wird. Wichtig sei auch, die aktive Redeform zu verwenden und eine klare Gliederung einzuhalten. Außerdem erfuhren die Anwesenden Wesentliches zum Boilerplate, eine Kurzinformation über den Chor oder Verein, der jeder Pressemeldung angefügt wird. Ebenfalls gab es eine Einführung zum Thema „Kreatives Schreiben“ und die Anwesenden wurden auf eine Heldenreise mitgenommen, ein Schreibstil, bei der eine bestimmte Person im Zentrum der Schilderungen steht. Der Kreis-Chorverband Bernkastel-Wittlich setzt damit seine Angebotsreihe für seine Vereine und Chöre fort. Marcus Heintel, Vorsitzender des Verbandes: „Hierbei geht es neben musikalischen Angeboten wie Stimmbildung auch um technische Fortbildungen zur Unterstützung in der Medienarbeit sowie bei Softwarefragen. Wir reagieren damit auf den breiten Schulungsbedarf unserer Mitglieder.“ Foto: Die Seminarteilnehmenden lernten viel von Dieter Meyer, Referent für Öffentlichkeitsarbeit und Medien des Chorverbandes Rheinland-Pfalz (links).

Quelle:Marcus Heintel

Den Blick nach vorne gerichtet

Etwa 40 Teilnehmer/-innen aus den Mitgliedsvereinen und dem Kreisvorstand haben sich in einem Workshop mit der Aufgabenstellung des Kreis-Chorverbandes befasst, aber auch darüber Gedanken gemacht, wie dieser zukünftig arbeiten und welchen Themen er sich widmen soll. Im Hinblick auf die bevorstehenden Vorstandswahlen wurde auch erörtert, welche Strukturen dafür benötigt werden. Moderiert wurde der Workshop durch Raimund Schäfer (Vorsitzender Region 1 im Chorverband Rheinland-Pfalz). Nach einer Bestandsaufnahme, in der die ganze Palette der Aufgaben­felder beleuchtet wurde, diskutierten die Teilnehmer/-innen über Fragen der Aus- und Fortbildung sowohl der Chöre als auch der Chor­leitungen, Art und Präsentation von Chorveranstaltungen, die Kinder- und Jugendchorarbeit, die Entwicklung neuer Ideen und Konzepte, Informationstransfer, Strukturänderungen, Bildung von Arbeitsbereichen und vieles mehr. Kreisvorsitzender Heribert Kappes teilte mit, dass er bei den Vorstandswahlen nicht mehr kandidieren wird. Der stellv. Kreisgeschäftsführer Marcus Heintel kündigte seine Kandidatur für das Amt des Kreisvorsitzenden an. Es ist gelungen, noch während des Workshops weitere Personen für eine Mitarbeit im Kreisvorstand zu gewinnen.

Den Weg gemeinsam gehen!

Eine neue zukunftsweisende Satzung, die Geschäftsordnung und vor allem das neue Leitbild standen im Mittelpunkt des Verbandstages in Fohren-Linden.

Mit „Fey oh!“ einem haitianischen Traditional, gefolgt von „Tage wie diese“ und „Die Gedanken sind frei“ eröffnete der mehrfache Meisterchor Gemischter Chor Fohren-Linden — der in diesem Jahr 2016 zudem seinen 130. Geburtstag feiert — unter der Leitung von Gerd Sackenheim einen Verbandstag, der von Einigkeit und Gemeinsamkeit geprägt war.

„Rückblickend war das Gestern eine gute Zeit, aber es ist Vergangenheit. Wenn wir uns im Gestern verlieren, haben wir keine Zukunft“, stellte der Präsident des Chorverbandes, Karl Wolff, fest und begrüßte die Delegierten der Kreis-Chorverbände sowie die Mitglieder des Verbandsvorstandes und des Musikausschusses. Ohne Mitgliedschöre gebe es keine Landes- und auch keine Kreis-Chorverbände. Der Chorverband müsse sich an die Gegebenheiten der Gegenwart vor allem der Zukunft anpassen und sich verändern. „Es muss einfach ‚Klick’ machen im Kopf, wir müssen uns neu orientieren. Wir sind Dienstleister für die Chöre und das muss auch deutlich werden. Heute wollen wir eine neue Satzung verabschieden, die zukunftsweisend für den Chorverband Rheinland-Pfalz ist“, so der Präsident weiter.

In seinem anschließenden Grußwort „outete“ sich auch der Landrat des Landkreises Birkenfeld, Dr. Matthias Schneider, als langjähriger Chorsänger. „Ich bin der festen Überzeugung, dass der Chorgesang in Rheinland-Pfalz eine starke, feste Stimme braucht. Deshalb sind Kreis-Chorverbände und der Landesverband unerlässlich“, führte er aus. „Wir befinden uns hier in Fohren-Linden im ‚Epizentrum der Meisterchöre‘“, zeigte sich Landrat Schneider stolz.
Peter Lang, der Verbandsbürgermeister der Verbandsgemeinde Baumholder, drückte dies bei seiner anschließenden Begrüßung in konkreten Zahlen aus: „Von 14 Ortsgemeinden haben drei Gemeinden einen Meisterchor.“

„Wozu braucht man eigentlich einen Verband? Wofür ist der Verband da? Diese Fragen gilt es zu beantworten. Wir müssen hier deutlich offensiver werden.“ Präsident Wolff hob in seinem weiteren Jahresbericht hervor, dass man mit der Öffentlichkeitsarbeit auf bestem Wege sei. „Die Punkte der Öffentlichkeitsarbeit müssen konzentriert werden, so dass wir im Land und in den Kreisen nach außen mit einer Stimme sprechen und einheitlich auftreten.“

„Vielstimmig in der Sache – einstimmig im Motiv!“, lautet eine Kernaussage im neuen Leitbild des Chorverbandes. Dies wurde ebenso wie die neue Satzung und Geschäftsordnung von den Delegierten einstimmig verabschiedet. Präsident Wolff zollte der Arbeit der Arbeitsgruppe „Satzung“, der auch die beiden Vizepräsidenten Peter Balmes und Tobias Hellmann angehörten, höchste Anerkennung.

Aus der Verabschiedung und dem zeitnahen Inkrafttreten der neuen Satzung ergaben sich ad hoc drei Neuwahlen: Die Wahl eines zweiten stellvertretenden Verbandschorleiters wurde auf Antrag des Musikausschusses bis zum Ende der Wahlperiode ausgesetzt. Einzig Pressereferent Dieter Meyer wurde wegen der Aufgabenerweiterung und Neubezeichnung des Amtes als „Referent für Öffentlichkeitsarbeit und Medien“ einstimmig von den Delegierten in seinem bisher als „Pressereferent“ ausgefüllten Amt bestätigt. Auch die Wahl eines dritten Kassenprüfers verlangte die neue Satzung. Zu Wilfrid Schäfer und Karl-Willi Harnischmacher wurde daher Thomas Göbel als dritte Person gewählt.

Unabhängig davon stand auch noch die Neuwahl eines Verbands-Schatzmeisters an. Hatte doch Schatzmeister Hans-Jürgen Konrad bereits im Jahr 2015 erklärt, dass er sein Amt nicht weiterführen werde. Da sich jedoch trotz Ausschreibung keine Person für dieses Amt fand, erklärte sich der Verbandsschatzmeister dazu bereit, die Geschäfte noch bis zum Ende der Wahlperiode im Jahr 2018 fortzuführen.

Die nächste Zusammenkunft der Kreischorverbands-Delegierten (die sogenannte „Beiratssitzung“) wird in Form einer Arbeitstagung im September in Altenkirchen stattfinden. Am 5. November wird das Singen um das höchste Prädikat des Chorverbands „Meisterchor im Chorverband Rheinland-Pfalz“ in Wissen ausgetragen. Der Verbandstag 2017 wird vom Kreis-Chorverband Mainz organisiert.

„Es macht mir großen Spaß, Präsident des Landeverbandes zu sein“, so Karl Wolff. „Wir haben viel vor. Dazu gehört die Qualifizierung von Chorleitern. Hierzu laufen bereits seit längerem intensive und erfolgreiche Gespräche mit der Hochschule für Musik Mainz. Auch unsere musikalischen Weiterbildungsprogramme für Mitarbeiter in Kindergärten, Kindertagesstätten sowie für Lehrer in Grundschulen — Simuki und Musikus — wollen wir weiter forcieren und in die Öffentlichkeit tragen.“
Der Chorverband Rheinland-Pfalz hat bei diesem Verbandstag nochmals die Weichen für die Zukunft gestellt und befindet sich auf allerbestem Wege.

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Wichtige Hinweise zur GEMA-Meldung für Chöre

Der Chorverband Rheinland-Pfalz weist darauf hin, dass die GEMA-Meldung für Veranstaltungen innerhalb von 14 Tagen NACH der durchgeführten Veranstaltung an den stv. Schatzmeister des Chorverbandes Rheinland-Pfalz, Herrn Wilfried Fischer, übermittelt werden müssen.

Der Chorverband ist gemäß den Änderungen des Vertrages zwischen dem Deutschen Chorverband und der GEMA verpflichtet, die GEMA-Meldungen am Ende eines jeden Quartals an die GEMA weiterzuleiten.

Bitte beachten Sie: Wird die GEMA-Meldung verspätet eingereicht, kann dies eine Strafzahlung nach sich ziehen.

Das Formular für die GEMA-Meldung können die Chöre auf der Webseite des Chorverbandes Rheinland-Pfalz (direkter Link: http://www.cv-rlp.de/index.php?page=chorverwaltung) herunterladen. Das Formular kann direkt am Computer ausgefüllt werden. Die Anschrift von Herrn Fischer ist in das Formular bereits eingefügt.

Der Chorverband weist darauf hin, dass die GEMA-Meldungen nicht an die Geschäftsstelle gerichtet werden sollen.
Bei Fragen steht Herr Fischer unter fischer (ät)cv-rlp.de zur Verfügung.

 

Gesangverein Morbach ehrt Chorleiter

Über 56 Jahre waren der Gesangverein Morbach 1920 e.V. und sein Chorleiter Franz Josef Hoffmann verschmolzen zu einer Stimme. Im Oktober 2015 gab der Chorleiter aus Altersgründen sein Amt ab. Der Familientag am 17.01.2016 im Vereinsheim des Chores wurde nun zum Anlass genommen, sein Lebenswerk entsprechend zu würdigen. Der 1. Vorsitzende Erwin Weber sprach in seiner Laudatio bewusst nicht von Abschied, vielmehr von einer Begleitung in den Ruhestand. Mit teils wehmütigen, teils launigen Worten vermittelte Erwin Weber eine kleine Chronik aus der reichhaltigen Historie des Vereines und seines Dirigenten. Als 1959 Franz Josef Hoffmann die Chorleitung des damals noch reinen Männerchores übernahm, legte er große Aufmerksamkeit auf musikalische Details, was sich schnell auf die Leistung auswirkte. Schon bald zeigten sich erste Erfolge u.a. bei der Teilnahme an Sängerwettstreiten. 1968 wurden Frauen- und Kinderchor gegründet. Franz Josef Hoffmann war zu dieser Zeit als Musiklehrer der Realschule Morbach tätig. Ihm ist es auch zu verdanken, dass der Kinderchor in seiner Blütezeit über 100 Stimmen umfasste. Mit dem Gemischten Chor erreichte Franz Josef Hoffmann 1975 und 1981 den Titel „Meisterchor des Sängerbundes Rheinland-Pfalz“. Erwin Weber dankte dem verdienten Chorleiter für seine jahrzehntelange Treue, seine immer ruhige und entspannte Arbeitsweise und überreichte ihm für sein außerordentliches Engagement eine Urkunde, in der er zum Ehrendirigenten des Vereines ernannt wurde. Der Vorsitzende des Kreis-Chorverbandes Heribert Kappes bezeugte mit seiner Teilnahme an der Vereinsfeier großen Respekt vor der Leistung des Chorleiters. Er verwies darauf, dass dieser auch eine Reihe an Jahren als Kreis-Chorleiter fungierte und sich mit seiner fachlichen Kompetenz große Anerkennung im Landkreis und darüber hinaus erworben habe. Auch die ehemalige Vorsitzende des GV, Anneliese Weiskopf, stimmte in die Lobreden ein: „Das Wort danke steht über allem.“ Sie erinnerte an einige Höhepunkte des Chorschaffens in den zurückliegenden Jahren und sprach dabei auch die positiven Erfahrungen in der Chorgemeinschaft „Projektchor Hunsrück-Mosel“ zusammen mit den Chören von Burgen, Minheim und  Monzelfeld an. Das Schlusswort gehörte Franz Josef Hoffmann. In seiner bescheidenen Art zog auch er Bilanz und rief weitere Stationen der gemeinsamen chormusikalischen Arbeit und so manche Anekdote in Erinnerung. „Danke, es war schön mit euch, ihr habt mir das Leben verschönert. Es hat sich rentiert, hat Spaß gemacht“, so sein Resümee. Auch der Chorgesang kam nicht zu kurz. Angestimmt wurden ausschließlich Lieder, die Franz Josef Hoffmann während seines Wirkens bearbeitet hatte.

110 Jahre Urzecha Chor Ürzig, 25 Jahre mit Chorleiterin Ingrid Wagner

Das Konzert in der Pfarrkirche St. Maternus war die gelungene Einstimmung auf Weihnachten und gleichzeitig würdiger Rahmen für Ehrungen und Auszeichnungen. Die Chöre des Ürziger Vereins, „Urzecha Chor“, Frauenchor „ChoryFeen“ und der Kinder- und Jugendchor übernahmen die musikalische Gestaltung unter der Gesamtleitung von Ingrid Wagner. Die instrumentale Begleitung hatte Josef Thiesen übernommen. Neben den Chordarbietungen waren es die Solobeiträge von Michael Berres, die für Emotionen sorgten. Landrat Gregor Eibes betonte in seiner Ansprache die wertvolle kulturelle Basisarbeit des Ürziger Vereins. In Anerkennung dieser Leistungen überreichte er zum 110. Jahrestag der Vereinsgründung im Auftrag des Landes den Wappenschild des Landes Rheinland-Pfalz.

Heribert Kappes, Vorsitzender des Kreis-Chorverbandes, gratulierte zum Geburtstag und ehrte mehrere Sängerinnen und Sänger mit Auszeichnungen des deutschen und rheinland-pfälzischen Chorverbandes. Ingrid Wagner wurde für ihre 25jährige Chorleitertätigkeit durch den Deutschen Chorverband ausgezeichnet. Heribert Kappes würdigte den Einsatz des Vereins, um dem gemeinsamen Singen einen gebührenden Platz innerhalb der gesellschaftlichen Vielfalt zu sichern. Er hob dabei besonders die nachhaltige Arbeit mit Kindern und Jugendlichen hervor. Hoch erfreut zeigte er sich über die Neugründung des Frauenchores „ChoryFeen“, die auf eine Initiative von früheren Sängerinnen im Kinder- und Jugendchor zurückgeht. Sein Dank galt Chorleiterin Ingrid Wagner, die sich mit ihrer kompetenten Arbeit in den nun drei Ürziger Chören Respekt und große Anerkennung erworben habe.

Beim den Mitgliedern der Ürziger Chöre herrschte große Freude über die Auszeichnungen.

Beim den Mitgliedern der Ürziger Chöre herrschte große Freude über die Auszeichnungen.

 

„Zukunftsgestaltung für Chöre“ lockte viele Interessierte

Zu einem Seminar unter der Überschrift „Zukunftsgestaltung“ hatte der Vorsitzende des Kreis-Chorverbandes Bernkastel-Wittlich, Heribert Kappes, den Vorstand und die Mitgliedschöre seines Verbandes nach Altrich eingeladen. Vor zahlreichen interessierten Chor- und Vereinsvertretern aus dem gesamten Landkreis referierte Raimund Schäfer, der als Pressereferent im Kreis-Chorverband Westerwald und Vorsitzender der Region 1 des Chorverbandes Rheinland-Pfalz aktiv ist. Er berichtete über die Erfahrungen bei der Umsetzung der Ergebnisse einer Vorstandsklausur seines Kreis-Chorverbandes, bei der es ebenfalls um das Thema „Zukunftsgestaltung“ ging.

Raimund Schäfer stellte dabei ganz offen dar, wie kritisch die Debatte auch in seinem Kreis-Chorverband geführt wurde. Man habe sich ganz schonungslos die Frage gestellt, ob der Chorgesang ein Auslaufmodell sei oder eben offen sein müsse für Neues, um damit fit für die Zukunft sein zu können. Anhand von verschiedenen Beispielen aus dem Westerwald zeigte er auf, wie mit dem klaren Setzen von Schwerpunkten die Chorlandschaft vor Ort vitalisiert werden konnte, zum Beispiel durch Konzerte mit leistungsstarken Chören, durch konsequente Unterstützung im Bereich Kinder- und Jugendchöre und Angebote von Workshops für Chöre und Singende. Andererseits habe man sich aber auch auf innerorganisatorischer Ebene Gedanken gemacht, sich gewachsenen Problemen gestellt sowie moderner Vereins- und Öffentlichkeitsarbeit und der Nachwuchswerbung gewidmet. Ebenso legte er den Anwesenden ans Herz, ganz konkret auch die politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Persönlichkeiten für den Chorgesang anzusprechen, zu sensibilisieren und für deren Anliegen zu gewinnen.

Nach dem Vortrag entwickelte sich unter den anwesenden Vertreterinnen und Vertreter der Chöre im Kreis eine rege Diskussion. Es bestand große Einigkeit darin, den Chorgesang in seiner Vielfalt und Individualität zu fördern. Zu diesem Zweck sollten sich die Vereine auch für neue Formen der Chorkultur öffnen und in ihr Vereinsleben integrieren. Hierzu wurden mit dem Chorgesang Cäcilia Rachtig und dem MGV Altrich beispielhaft zwei Vereine genannt, die jeweils mehrere Chorgattungen unter ihrem Dach beherbergen. „Wichtig ist, dass gesungen wird, egal wie und wo“, so der allgemeine Tenor.

Hört mal her, wie unsre Lieder klingen

44 junge Sängerinnen und Sänger, die in den Kinderchören von Hasborn, Ürzig, Wintrich, Pantenburg oder bei den „Young Voices“ singen, haben auf Einladung des Kreis-Chorverbandes an einem Tages-Workshop teilgenommen. In seiner unnachahmlichen Art verstand es Musikpädagoge und Chorleiter Helmut Vorschütz mal wieder, die Kinder zu begeistern und mit ihnen sieben unterschiedliche Stücke einzustudieren. Zur Abschlusspräsentation begrüßte Kreis-Vorsitzender Heribert Kappes zahlreiche Eltern in der Aula der Realschule Plus Traben-Trarbach. Diese hatten viel Freude an dem Vortrag des Kinderchores, der sich um seinen „Trainer“ scharte, während dieser sie am Flügel begleitete. Die Kinder waren für alle erkennbar mit viel Spaß und vollem Einsatz bei der Sache, als sie von den Liedern sangen, die wie Brücken sind, ein Calypso Gloria erklingen ließen und mit dem Lied „Kinder tragen Licht ins Dunkel“ die Herzen ihrer Zuhörer berührten. Der Kreis-Vorsitzende dankte Jugendreferentin Ingrid Wagner für die Vorbereitung und den Betreuerinnen für ihre tatkräftige Unterstützung.

Helmut Vorschütz und seine Schützlinge hatten sichtlich viel Spaß.

Helmut Vorschütz und seine Schützlinge hatten sichtlich viel Spaß.

 

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