Monatliches Archiv: Oktober 2019

Konzert gegen das Vergessen

Musikalische Vision von Krieg und Frieden

Anlässlich des 80. Jahrestages des Beginns des Zweiten Weltkrieges und zum zehnjährigen Jubiläum des ersten Läutens der neuen Glocken von St. Stephan fand in der Mainzer Kirche ein Friedenskonzert statt. Auf dem Programm stand „The Armed Man“ von Karl Jenkins.

Es war ein eindrucksvolles Bild, das sich dem Publikum am 1. September in St. Stephan bot. Rund 130 Sängerinnen und Sänger sowie Musizierende hatten sich im Chor der Kirche formiert, um Karl Jenkins‘ „The Armed Man – A Mass for Peace“ aufzuführen. Der vorangegangene Einmarsch des Chores zum rhythmischen Klang einer Trommel und die wechselnde Beleuchtung des Innenraumes machten das Konzert zu einer Inszenierung. Das Aufführungsdatum war wohl gewählt: Auf den Tag genau vor 80 Jahren begann mit dem Überfall der Wehrmacht auf Polen der Zweite Weltkrieg, an dessen Ende 60 Millionen Tote, zerstörte Städte und traumatisierte Menschen standen. So war das Konzert als ein Projekt gegen das Vergessen konzipiert.

Über viele Wochen hatte Chordirektorin Birgit Ensminger-Busse das Werk mit dem Chor Capriccio einstudiert. Sie übernahm, zusammen mit ihrer Tochter Antonia Busse, auch die Solopartie. Der Konzertchor und die Musiker des Orchesters Camerata Risonanza standen unter der Leitung von Prof. Dr. Helmut Freitag.
Vor dem eigentlichen Konzert begrüßte Stefan Schäfer, Pfarrer von St. Stephan, die rund 600 Besucher, unter ihnen Bundesministerin Julia Klöckner und Oberbürgermeister Michael Ebling. Schäfer erinnerte auch an das Wirken seines Vorgängers im Amt, Monsignore Klaus Mayer. „Ihm ist es wesentlich zu verdanken, dass diese Kirche nach dem Bombenhagel als die Gebetsstätte des Friedens wieder auferstanden ist“. Schäfer ging auch auf die Spende des Mainzer Technologiekonzerns Schott ein, die die Anschaffung von drei neuen Glocken ermöglichte.

Diesen Aspekt betonte auch der Vorstandsvorsitzende des Unternehmens, Dr. Frank Heinricht, in seinem Grußwort. Er bezeichnete das gesellschaftliche Engagement von Schott als Teil der Firmenphilosophie, und „was könnte nachhaltiger sein, als eine Investition in Glocken, die, wie wir alle hoffen, noch in Jahrzehnten, vielleicht sogar in Jahrhunderten ihren Dienst versehen“.
Der rheinland-pfälzische Kulturstaatssekretär Dr. Denis Alt hob in seinem Grußwort hervor, dass der Krieg die Heimstätten des gesellschaftlichen und kirchlichen Lebens in Mainz und in vielen anderen Städten weitgehend zerstört hatte. „Nicht zerstört wurden die Hoffnungen der Überlebenden auf Frieden und Versöhnung. Dies zeigt sich besonders in den Fenstern von Marc Chagall“.

Der Waliser Karl Jenkins, Jahrgang 1944, hat sein Werk unter dem Eindruck des Krieges im Kosovo 1998/99 geschrieben, bei dem nicht zuletzt religiöse Konflikte zwischen Muslimen und Christen eine große Rolle spielten. Musikalisch führt das Werk den Spannungsbogen von der Verherrlichung des Krieges über die Tragödie der Zerstörung zur Vernichtung hin, wie sie im Einsatz der Atombomben in Hiroshima und Nagasaki gipfelten. Die Zuhörer konnten musikalische Rückgriffe auf das Mittelalter, die Kompositionstechniken der Renaissance, aber auch die Klangfarben der Moderne erkennen. Hineingestreut hat der Komponist auch den Gebetsruf des Muezzins. Unerwartet erklang im zweiten Stück von der Empore des Westchors „Allahu akbar“. Erst gegen Ende der Friedensmesse entwickelte sich aus dem Chaos und dem fassungslosen Anschauen die sanfte a-capella-Verheißung, wonach Gott alle Tränen abwischen werde. Speziell im leisen Finale klagen sie prophetisch: „Läutet hinaus die tausend vergangenen Kriege, läutet ein tausend Jahre Frieden“. Spätestens mit dem Einsetzen des Geläuts der Glocken von St. Stephan erreichte das Konzert einen emotionalen Höhepunkt, der noch lange bei den Konzertbesuchern nachhallte.

(Text: Jürgen Breier, mit freundlicher Genehmigung des Verlags Bonewitz, Bodenheim. Fotos: Alex Sell)

Das Singende Land soll leben

Erinnern Sie sich noch? Da gab es doch eine Intenet-Plattform. Seit 2015 besteht sie, wird aber nur sehr sporadisch genutzt.

Und dabei ist es ganz einfach, dort eigene Veranstaltungstermine zu hinterlegen, über gelaufene Events zu berichten und damit sichtbarer zu werden. Und damit vielleicht Mitglieder zu werben?!

Unter der Rubrik „Häufige Fragen“ finden Sie die Anleitung zu Erstellung eines Beitrags.

Sollten Sie Fragen oder Anregungen haben, wenden Sie sich bitte an die Geschäftstelle de Chorverbandes RLP.

Popcocktail in Harxheim

Quelle: Holger Schuldt, KCV Pressereferent

Am 19. Mai mixte der Popchor des GV1862 Frohsinn Harxheim einen erfrischenden Pop-Konzert-Cocktail. Dessen Ingredienzien bestanden aus Rock, Pop, Gospel und Balladen. Chorleiterin Elke Zörntlein moderierte charmant und animierte das Publikum immer wieder zum Mitsingen und Mitklatschen. ‚Melodie‘ singend gingen die Sängerinnen und Sänger auf die Bühne. Mit ‚Breaking up is hard to do‘ und ‚You’ve got a friend‘ ging es nahtlos groovig weiter. ‚Skyfall‘ wurde interessant Interpretiert durch die Cellobegleitung von Siggi Zörntlein. Und der Pop-Cocktail hatte mit Titeln wie ‚Ding a Dong‘ und ‚What a feeling‘ aus Flashdance noch weit mehr zu bieten. Das Publikum ließ sich nicht lange bitten, insbesondere bei ‚Proud Mary‘ die Refrains mitzusingen. Zunehmend rockiger ging es dann nach der Pause zu, die man mit einem anregenden Cocktail an der Bar verbrachte. Bei Huey Lewis’‚Little Bitty Pretty One‘ ging das Publikum mit und schnipste begeistert. Mit Les Humphreys’ ‚Mama Loo‘ war ein fetziger Abgang gesichert. So verabschiedeten sich der Popchor und Chorleiterin Elke Zörntlein. Es war ein musikalischer Chorkonzert-Cocktail, der bei den sommerlichen Außentemperaturen allen absolut gemundet hat.

KCV Koblenz im Juni 2019

Chormatinee im Koblenzer Weindorf

Der Kreis-Chorverband Koblenz hatte zur traditionellen Chormatinee am Sonntagvormittag ins Koblenzer Weindorf eingeladen, die bis zum letzten Platz besetzt war. Die Konzertbesucher erlebten im mediterranen Innenhof bei strahlendem Sonnenschein ein musikalisches Programm mit Chor- und Instrumentalmusik. Nach kurzer Begrüßung durch den KCV-Vorsitzenden, Dietmar Weidenfeller, der auch die Veranstaltung moderierte, eröffnete der gemischte Chor des MGV Loreley aus Koblenz-Niederberg (Leitung: Andreas Weis) die Matinee mit Liedern wie ‚Singen macht Spaß‘, ‚Blowin‘ in the wind‘ oder ‚Bridge over troubled water‘. Das Klarinettenduo Iris Egermann, Klarinettenlehrerin an der Musikschule der Stadt Koblenz, und Anne Reising, Preisträgerin bei Jugend musiziert RLP und ebenfalls an der Koblenzer Musikschule, umrahmte die Chormatinee auf erstklassige Weise. Das ‚Adagio‘ aus der Sonate für zwei Klarinetten von Donizetti und ‚Gridlock‘ von Gordon Lewin waren die Musikstücke der Wahl. Die jungen Sängerinnen und Sänger des ‚Vokalensembles St. Josef‘ (Leitung: Lucas Brausch) zeigten mit ‚How deep is your Love‘ oder ‚The old Mill‘ von Kenny Riggs, dass auch Chöre mit nur acht jungen Stimmen ihr Metier hervorragend beherrschen. Und mit Titeln wie ‚Sailing‘, ‚Can’t help falling in Love‘ oder ‚Siyahamba‘ sang sich anschließend der Heart Chor (Leitung: Christoph David) in die Herzen der Konzertbesucher. Den musikalischen Abschluss der Matinee gestaltete der gemischte Chor Stimmicals aus Koblenz-Arzheim (Leitung: Richard Marx) mit ‚Flow Water‘, ‚Wunder geschehn‘ und ‚That lucky old sun‘. Weidenfeller dankte zum Schluss den mitwirkenden Chören und ihren Chorleitern, dem Klarinettenduo der Musikschule und nicht zuletzt den Konzertbesuchern. Er warb abschließend noch für das Kreis-Chorkonzert am 22. September um 17 Uhr in der Florinskirche.

Quelle: P. Balmes, Pressereferent KCV
Koblenz

Kindermusical „Leben im All“

Eine musikalische Reise in die Galaxie

Die drei Kinder-und Jugendchöre des KCV Koblenz, die Coolibries aus Ko-Neuendorf, die Quodlibetis aus dem Stadtteil Rübenach und
die Lollypops aus Metternich werden unter musikalischer Leitung von Kreis-Chorleiter Wolfgang Fink am 21. September in der Kirche
St. Martin in Kesselheim das Kindermusical „Leben im ALL“ aufführen. Alle Kinder und Jugendliche mit Interesse am Chorsingen und Musical sind mit ihren Eltern, Großeltern und Musical- / Musikbegeisterten zur Aufführung herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei. Mit der Aufführung soll der Erfolg der jungen Sängerinnen und Sänger und die Begeisterung für Musicaldarbietungen nach intensiver Probenarbeit einem breiten Publikum präsentiert werden. Ziel ist die Nachwuchsförderung in der Chormusik. Aus diesem Projekt des KCV Koblenz erhoffen sich Kreis-Jugendreferentin Katja Karb und Kreis-Chorleiter Wolfgang Fink nachhaltige Erfolge.

KCV Neuwied

Erste Neuwieder Vocalize im Oktober

Chorwesen, im Food Hotel Neuwied statt. Sie wendet sich an alle, deren Herz für die Chormusik schlägt. Höhepunkt wird ein Benefizkonzert am Samstag um 18 Uhr sein. Das Konzert wird im Kirchensaal der Herrnhuter Brüdergemeinde zugunsten der ‚Aktion Sonnenschein‘, des Fördervereins der Kinderklinik des Marienhaus-Klinikums St. Elisabeth Neuwied veranstaltet. Workshop-Teilnehmer präsentieren das Erlernte, ausgewählte Chöre und Ensembles aus der Region wirken ebenfalls mit. Es soll die ganze Bandbreite der Chormusik gezeigt werden. Der Eintritt zum Konzert ist frei. Seit der Gründung im Jahre 1949 ist der KreisChorVerband Neuwied der Partner für die Chormusik im Kreis Neuwied. Er unterstützt seine Mitglieder bei musikalischen, fachlichen, rechtlichen und organisatorischen Fragen und versteht sich als kompetenter und professioneller Partner für seine Mitglieder, die sich im Ehrenamt engagieren und die Vorteile eines Verbandes schätzen. Im Rahmen der Vorbereitungen zum 70-jährigen Bestehen des Kreis- ChorVerbands Neuwied kam der Vorsitzenden Silvia Scholz die Idee, im Kreis Neuwied eine Messe rund um das Chorwesen zu initiieren, die allen Chören im Kreis Neuwied aufzeigen soll, welche Vorteile die Mitgliedschaft im KreisChorVerband Neuwied bietet und wie vielfältig und lebendig die Chorszene ist. Es wird Workshops mit namhaften Dozenten geben. Fachverbände, Musikalienhändler, Noten- und Musik­verlage, Anbieter von Chorreisen und Chorkleidung präsentieren ihr Portfolio. Gespräche mit dem Landrat, der Stadt Neuwied, der Landesmusik­akademie und weiteren Gremien bestärkten Silvia Scholz darin, die Idee dieser Messe zu forcieren und Kooperationspartner für die Realisierung zu finden. Gesagt, getan: Sie holt sich Kirchenmusikdirektor Thomas Schmidt, den Kreiskantor des Kirchenkreises Wied und Kantor an der Marktkirche, und Peter Uhl, den Dekanatskantor des Dekanats Rhein-Wied, mit ins Boot. Zu dritt feilt man weiter an der Grundidee, die mittlerweile konkret Gestalt angenommen hat. Medial begleitet wird die 1. Neuwieder Vocalize durch die OK4-­Studios ­Neuwied und Koblenz. Anmeldungen und alle Informationen unter www.neuwieder-vocalize.de Weitere Infos und Auskunft gibt’s telefonisch bei Silvia Scholz unter 0160 7111331 oder per E-Mail info@kcv-neuwied.de. Text: Hans Hartenfels

Erste Chorparty in Meinborn

April 2019

Am 6. April fand die erste Chorparty in Meinborn statt. Dazu luden die Meinborner Choraktiven alle Chöre ein, die ebenso von Chorleiter Gerhard Schlich geleitet werden. Dazu auch die guten Freunde vom niederländischen Chor „Kadans“. Und weil sich keiner der Organisatoren so wirklich vorstellen konnte, wie sich diese erste Chorparty gestalten würde, waren die Vorbereitungen von hohen Erwartungen geprägt. Die Vorbereitungen beschränkte sich aber nicht alleine auf Planung und Herrichten des Dorfgemeinschaftshauses. Einige Lieder, die mit andern Gastchören gemeinsam gesungen werden sollten, mussten auch noch einstudiert werden. Am 6.4. zeigte sich dann: Die Chorparty war ein voller Erfolg. Moderiert von Gerhard Schlich, eröffneten die Blum Brothers – Harald und Gottfried Blum – den Abend mit „Schön, wieder hier zu sein“. Das Singen mit den anderen Chören war problemlos, auch wenn die Bühne manchmal zu klein war. Denn zeitweise sangen vier Chöre gleichzeitig quer durch alle Genres und Sprachen – Englisch, Deutsch, Afrikanisch – es war einfach für jeden der begeisterten Gäste etwas dabei.

Quelle: Daniel Bockshecker

TG Kriegsheim

Eine Reise des Vergnügens

Quelle: Dagmar Beer

70 Jahre Chormusik der TG Kriegsheim – ein perfekter Anlass, dieses Jubiläum gebührend zu feiern. Gemeinsam mit acht Gastchören aus Dirmstein, Mörstadt, Monsheim, Offstein und Wachenheim nahm der gemischte Chor Cantare der TG Kriegsheim am 18. Mai die Zuhörer mit auf eine kurzweilige dreistündige Reise in der ausverkauften Monsheimer Schulsporthalle. Das Publikum erlebte ein klangstarkes und zugleich gefühlvolles Konzert mit toller Liedauswahl, untermalt von einer schönen Galerie mit Bildern aus heutiger und vergangenen Zeiten. Mit harmonischen Melodien, ausdrucksvoll, mit Freude und Begeisterung gesungen, glänzten alle Chöre an diesem Abend. Der Mörstadter Chor schaffte es mit seiner Liedauswahl sogar, die begeisterten Zuhörer von ihren Stühlen zu reißen. Nach der Ehrung von Christian Bitsch für 25 Jahre Chorleitung bei der TG Kriegsheim sangen alle Chöre gemeinsam mit dem Publikum ‚Amazing Grace‘ und ließen auf diese Weise den sehr schönen Abend ausklingen. Cantare und die TG Kriegsheim bedankten sich bei allen teilnehmenden Chören für diese wunder­baren Momente.

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